Herkunft Wesen Gesundheit Doshi


 
     
Ausbildung + Haltung

Auffälliges Verhalten

 

 


Ausbildung und Haltung eines Akita
 


Welpenkauf
   
Wenn Sie sich für die Rasse "Akita" entschieden haben, besuchen Sie so viele Zuchtstätten wie möglich. Lassen Sie sich nicht vorschnell von niedlichen Hundebabys, die zufällig gerade noch zu haben sind, von Ihrer Züchtersuche abbringen. Denken Sie daran: Sie werden bis zu 15 Jahren mit Ihrem Akita zusammenleben! Darum - Ihr zukünftiger Hund soll nur die besten Voraussetzungen für ein langes und gesundes Leben von seinem Zuhause mitbekommen! Prüfen Sie sehr genau, von wem Sie einen Hund kaufen!

Folgende Punkte sollten Sie beachten:


Der erste Besuch
 


- Wie reagieren die Hunde, wenn Sie das Grundstück betreten?
- Sind die Hunde frei oder sitzen Sie im Zwinger?
- Sind alle Hunde untereinander verträglich oder werden Sie getrennt
gehalten?
- Ist die Mutterhündin bei Ihren Welpen und dürfen Sie diese sehen?
- In welchem gesundheitlichen Zustand befindet sich die Hündin?
- Wieviele Welpen hat der Züchter zur Zeit?
- Wie aktiv werden diese geprägt und gefördert?
- Prüft der Züchter auch, ob einer seiner Welpen bei Ihnen gut aufgehoben
wäre?


Über wieviele Tiere verfügt die Zucht und wie werden Sie gehalten?
 
Eine überschaubare, mit Herz und Verstand geführte Zuchtstätte wird eher fähig sein, Ihre Hunde artgerecht zu betreuen und den Welpen die nötige Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.

Grosszüchter mit teilweise 20 bis 50 Hunden halten Ihre Tiere meist im Zwinger. Ausserdem ist es unter solchen Voraussetzungen logistisch praktisch unmöglich jedem Tier die nötige Zuwendung zukommen zu lassen.


In welchen Abständen werden die Hündinnen gedeckt?
 
Ein Züchter, welcher regelmässig die nach Zuchtverordnung maximal gestatteten Würfe pro Hündin voll ausnutzt, wird damit einen bestimmten Zweck verfolgen. Auf jeden Fall ist ein solches Vorgehen nicht im Sinne des Hundes.


Ist eine Hündin bereits schon einmal leer geblieben?
 
Wenn eine Hündin leer bleibt bzw. trotz Deckakt nicht aufnimmt, hat dies meistens einen Grund. Ev. spürt die Hündin z.B. instinktiv, dass sie körperlich zu schwach ist um Welpen zu gebären?


Sind die Zuchthunde gesund?
 
Vergewissern Sie sich, dass die Zuchttiere gesund, möglichst HD-frei und ohne erbliche Vorbelastung sind. Auch gesunde Zuchttiere, die jedoch einen erblichen Defekt bzw. eine Erbkrankheit in Ihrer Linie haben, dürfen zur Zucht eingesetzt werden. Das Risiko dabei ist, dass die Krankheit - wie beim Menschen - eine Generation überspringt und sich in der Nachkommenschaft wiederholt manifestieren kann.


Wie hoch ist der Inzuchtkoeffizient beim Welpen?
 
Der Inzuchtkoeffizient gibt Auskunft, welcher Verwandschaftsgrad zwischen den Eltern eines Tieres besteht und welchen Inzuchtkoeffizient es selbst hat.

Zitat Dozent Dr. Irene Stur, "Hundekauf - was man vorher wissen sollte", "Wuff", 7/8/96

"Die Wahrscheinlichkeit, dass Defekte im Phänotyp auftreten, steigt mit dem Grad der Verwandtschaft der Elterntiere. Je näher verwandt die Elterntiere miteinander sind, umso grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie gleiche Defektgene tragen und an ihre Nachkommen weiter geben.

Bei der Auswahl eines Welpen ist also auch die Verwandtschaft zwischen den Eltern zu beachten, wobei sich der Grad der Verwandtschaft aus der Zahl der gleichen Ahnen in den Pedigrees der Eltern abschätzen lässt. Je mehr gemeinsame Ahnen sowohl im Pedigree des Vaters als auch in dem der Mutter auftreten, umso enger sind die beiden Tiere miteinander Verwandt."


Wie steht der Züchter seinen Hunden bzw. der Rasse gegenüber?
 
Ein wichtiger Punkt, der jedoch meist zu wenig Beachtung findet!

Die persönliche Einstellung des Züchter beeinflusst direkt seinen Umgang mit dem einzelnen Hund und dem Welpen. Wie verhalten sich seine Hunde? Sind sie freundlich zu Mensch und Tier oder erzählt Ihnen der Züchter, wieviel Wendigkeit und Beisskraft diese Rasse besitzt oder wieviele Artgenossen seine Hunde schon getötet haben?
 


Aufzucht
   
Die Grundlage des jungen Hundes wird bereits in seiner Prägungsphase entscheidend bestimmt. Dem Züchter kommt hierbei eine grosse Verantwortung zu, denn den grössten und wichtigsten Teil dieser so grundlegenden Zeit verbringt der Welpe bei ihm. Holz kauen macht SpassDie Prägung bestimmt massgeblich den weiteren Verlauf des Lebens des kleinen Hundes - wird hierbei etwas verpatzt, kann dies enorme Konsequenzen nach sich ziehen. Seien also auch Sie also darauf bedacht Ihren Hund mit allen Eventualitäten zu konfrontieren - jedoch ohne ihn zu überfordern!

Wird ein Akita professionel geprägt und mit unzähligen positiven Hundebegegnungen konfrontiert wird ihm die Möglichkeit gegeben, die Körpersprache und die Signale seiner Artgenossen lesen zu lernen. Je eher sich der Akita im Umgang mit anderen Hunden sicher fühlt, umso gelassener wird er später seinen Artgenossen begegnen. Ich würde lügen, behauptete ich, der Akita sei generel ein sozialverträglicher Hund. Er muss viel eher dazu gemacht werden!

Der Akita ist definitiv kein Anfängerhund!

Ein Mensch, der sich zur Aufgabe macht einen Akita zu halten, sollte
ein warmes und geduldiges Herz,
einen flexiblen Verstand,
einen kühlen Kopf,
einen starken Willen und
viel Konsequenz mit sich bringen.

Um diesen Hund von Beginn an möglichst effektiv zu formen, sollte ein zukünftiger Halter zudem nicht bloss die theoretische Hundeerziehung kennen, sondern auch in den verschiedenen Verhaltensweisen des Hundes versiert sein. Die körperliche Fähigkeit einen ausgewachsenen Akita in Extremsituationen festhalten zu können gehört wie die Beherrschung der eigenen Emotionen zu den Grundvoraussetzungen.



  Erziehung und Ausbildung
   
Wundern Sie sich nicht über verachtend vor die Füsse gespuckte Leckerlies! Der Akita lässt sich nicht bestechen und schon gar nicht zu etwas zwingen. Viel eher reagiert er störrisch - trotzend alle vier Pfoten in den Boden gestemmt - oder er beschliesst, Sie den Rest des Tages zu ignorieren. Wer aber lernt mit seinem Hund im Konsens zu leben, wird mit Hingabe und Treue belohnt. Der fliegende Hund

Da der Akita erst sehr spät - ca. mit 3 Jahren - mental erwachsen wird, erscheint er manchmal wie ein grosses Kind. Bis zu diesem Alter wird er manches Tauziehen mit seinem Besitzer austragen, wie auch am liebsten mit hündischen Konkurenten. Es liegt am Halter, seinem Hund klare Grenzen zu setzen.

So selbständig der Akita von kleinauf an ist, so sehr ist er emotional von seinem Rudel abhängig. Die zarte Seele dieses Tieres rückt bei so viel Mache hie und da in den Hintergrund - jedoch darf nie vergessen werden, wie sensibel dieser Hund in Wahrheit ist. Viel Sicherheit und Zuneigung benötigt er, um sich in seinem Zuhause gut aufgehoben zu wissen.

Ausbildungsmethoden nach Schema-X sind wenn möglich zu vermeiden. Hund ist nicht gleich Hund! Dies gilt insbesondere für den Akita! Weder übermässiger Druck, noch Drill oder eine ständige Motivation durch Leckerlies wird Sie beim Akita zum Ziel führen. Hier gilt: Packen Sie sich selbst an der Nase und führen Sie Ihren Hund mit Aufmerksamkeit, Freundlichkeit und Konsequenz!



  Haltung
   
Der Akita benötigt sehr viel Zeit. Er möchte am liebsten den ganzen Tag mit seinem Besitzer zusammen verbringen und ist glücklich, wenn er dösend neben ihm liegen die Zeit verstreichen lassen kann. Eine reine Zwingerhaltung erscheint mir einer Seelenpein nahe und sollte generel bei jedem Hund vermieden werden. Der Akita gehört in die Familie, wo er auf seinem Platz und in seiner Persönlichkeit vollumfänglich respektiert wird.

Sein Bewegungsdrang ist mässig - dennoch ist er einer wilden Hetzjagd durch den Wald nicht abgeneigt. Als wahrer Naturbursche unternimmt der Akita mit Vorliebe stundenlange Spaziergänge durch Wald und Flur. Gerne läuft er an kühleren Tagen am Fahrrad um überschüssige Energie los zu werden oder hilft im Winter mit den Schlitten zu Endlich wieder Schnee!ziehen. Schnee ist ohnehin das Höchste für den Akita. Die Winter können ihm nicht kalt genug sein! So liebt er es im Schnee herumzutollen oder aber, eingebettet im weichen Weiss, gemächlich einen Knochen zu kauen.

Über fliessendes Wasser jedoch scheinen sich die Akitas nicht einig zu sein. Wo sich die einen bei Regen weigern aus dem Haus zu gehen und mit Wasser höchsten beim Trinken in Berührung kommen - so lieben es andere zu baden und im Sommer als Erfrischung in Seen und Flüssen zu plantschen.

Ausserdem wird der Akita nicht nur ein eingezäuntes Grundstück zu verteidigen wissen - nicht immer bellend - wenn aber, dann laut und unmissverständlich! Freunde und aufrichtige Menschen sind jedoch immer herzlich willkommen und werden mit wedelnder Rute und freudigem Heulen begrüsst.

Ein wichtiger Punkt bei der Haltung dieser Rasse ist die Pflege. Ca. 2x jährlich haart der Akita ab - und dies reichlich! Machen Sie sich auf eine Menge Haare gefasst! Der Staubsauger und die Kleider-Kleberolle werden in dieser Zeit Ihre häufigsten Begleiter sein! Das tägliche Ausbürsten der Unterwolle ist ein Muss.
Ausserhalb der Mauser ist das Fellkleid des Akita jedoch dank seiner Beschaffenheit sehr pflegeleicht. Getrockneter Schmutz fällt einfach ab. Auch riecht der Akita - wie andere nordische Rassen - nicht nach Hund.





 
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