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Auszug mit freundlicher
Genehmigung von Kosmos aus der Enzyklopädie der Hunderassen,
Kosmos Verlag; Autor: Hans Räber
Die Hunderasse Akita Inu trägt den
Namen der im Norden der japanischen Insel Honshu gelegenen
Region und Stadt Akita,
wo sie auch zum ersten mal gezielt gezüchtet wurde. Die Bezeichnung
"Inu" oder "Ken" bedeutet schlicht "Hund".
Der Akita gehört zu den ältesten Hunderassen der
Welt und zu den Sieben, welche zu Kulturgütern Japans erklärt
und somit geschützt worden sind. Die wahre Entstehung der
Rasse ist bis heute noch nicht wirklich gesichert, zumal ihr Erscheinungsbild
über die Jahrzehnte stark variert hat. Zuchtnachweise können
aber bis ins 15. Jahrhundert zurückverfolgt werden.
Zwar legten die Japaner in der Ära "Ashikaga" vor
rund 500 Jahren ein erstes Hundestammbuch an und trennten darin
sorgfältig die einheimischen von den importierten
Rassen; von einem Akita Inu ist jedoch in diesem ersten Stammbuch
nicht die Rede. Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen über
den Akita Inu gehen in Japan etwas mehr als hundert Jahre zurück
und zwar findet man Hinweise auf die Rasse in Büchern über
die Jagd. Sie geben Anleitung zur Abrichtung der Hunde für
die Jagd auf Bären und Hirsche. In der europäischen
Literatur sind Hinweise auf die japanischen Rassen jedoch äusserst
dürftig.
Die ersten Erzeugnisse von einem Hund vom Typ des Akitas stammen
aus der Ära "Edo". Diese war gekennzeichnet durch
eine grosse politische Instabilität. Bürgerkriege und
Aufstände der bäuerlichen Bevölkerung verbreiteten
Unsicherheit auf den Inseln. In der Region von Akita wurden Goldminen
entdeckt, die allerlei zwielichtiges Volk anzog. Die Bewohner
der Bergdörfer hielten sich zu ihrem persönlichen Schutz
ihres Eigentums Hunde, die eine gewisse respekteinflössende
Grösse haben mussten.
Über Generationen wurden in der gleichen Familie immer die
gleichen Hundestämme gezüchtet, so dass sich unterschiedliche
Typen bilden konnten, die oft den Namen der sie züchtenden
Familie erhielten. Aus dieser Zeit sind zwei Typen bekannt: Der
"Matagi - ein Jagdhund sowie eine grosse Rasse, die die Gehöfte
zu bewachen hatte. 1867 bis 1912 kamen in Japan die Hundekämpfe
auf. Die einheimischen Rassen wurden mit schweren Kampfhunderassen,
die vom Kontinent bezogen wurden, gekreuzt. Die alte Akita-Rasse
zerfiel zusehends. Als 1910 die Hundekämpfe von der Regierung
verboten wurde, gab es kaum mehr echte Akitas. Zudem wurde 1911
in Japan eine Hundesteuer eingeführt, die zu einem massiven
Rückgang der Hundehaltung führte.
Zwar bemühten sich schon ab 1910 Freunde des Akitas um die
Rekonstruktion des alten Typs, doch anscheinend ohne grossen Erfolg.
Im Jahre 1927 wurde die Akita Inu Hozonkai (AKIHO), eine Gesellschaft
zur Erhaltung des Akitas, gegründet. 1931 wurde der
Akita von der Regierung zum nationalen Kulturgut erklärt.
Jeglicher Export wurde verboten, um die wenigen guten Zuchthunde
zu erhalten.
Der zweite Weltkrieg zerstörte daraufhin vieles, was vordem
mühsam aufgebaut worden war. Viele Dokumente gingen bei den
Bombenangriffen und auch durch die Kriegswirren verloren. Nach
dem Waffenstillstand nahmen die amerikanischen Soldaten bei ihrer
Heimkehr in die USA Akitas mit, um mit ihnen dort eine neue Zucht
aufzubauen. In Japan musste neu begonnen werden.
Heute soll es in Japan an die 100 000 Akitas geben, rund 80%
davon sind rot, der Rest ist weiss oder gestromt. Andersfarbige
Hunde werden nicht mehr zur Zucht eingesetzt und auch nicht mehr
ausgestellt.
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