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Unsicherheit
Vorstufe von Angst. Das Tier ist von der Gefährlichkeit oder
seiner Unfähigkeit einer Sache zu begegnen noch nicht vollumfänglich
überzeugt. Deshalb sollten Unsicherheiten niemals bestätigt
sondern vielmehr aufgearbeitet werden.
Angst
Angst zeigt sich durch ein abwehrendes Verhaltensmuster, das sich
durch eine Opferhaltung gegenüber einer realen oder aber
unrealen Bedrohung entwickelt. Entweder versucht sich das Tier
aus der Situation zu befreien (z.B. wegrennen) - oder es zieht
die Möglichkeit vor anzugreiffen. Angst löst zudem eine
Vielzahl körperlicher Reaktionen (z.B. Adrenalinstoss, Stress)
aus und kann, falls kontinuierlich, zu schweren stressbedingten
Erkrankungen führen.
Aggression
Aggressionen können aus ungelösten Wiederständen
bzw. aus Angst entstehen. Fühlt sich das Tier unausweichlich
lebensbedrohlich gefährdet, wird es durch sein aggressives
Verhalten
versuchen, die Bedrohung abzuwenden, durch Angriff einzuschüchtern
oder gar zu beseitigen bzw. zu töten.
(Nicht zu verwechseln mit Dominanzverhalten im Rudel)
Trauma
Das Trauma steht für einen tiefen, seelischen Schock. Dieser
kann durch einen körperlichen oder psychischen Übergriff
entstehen, der das Tier bis ins Innerste erschüttert hat.
Der Schock verfestigt sich als wahre Todesangst und führt
bei Konfrontation zum Wiedererleben. Dabei gerät der Körper
jedesmal in einen Zustand absolut tödlicher Bedrohung - was
zudem stressbedingte Erkrankungen und starke körperliche
Beschwerden hervorrufen kann.
Das Tier kann sich dem Schock nicht bewusst entgegenstellen.
Eine Konfrontation führt zu einem Abgleiten des Bewusstseins
in die traumatisierende, vergangene Erfahrung. Das Tier nimmt
also nicht die reale Situation war, sondern den ursprünglichen
Auslöser seiner Angst. Durch den andauernden Wiederstand
verfestigt sich das Verhalten und kann nur durch ebenso andauernde,
intensive Arbeit wieder gelöst werden.
Zusammen mit einem Trauma zeigt sich auch eine festgefahrene Aufmerksamkeit.
Festgefahrene
Aufmerksamkeit
Erfahrungen oder Dinge können mit emotionaler Bedeutung und
Werturteilen verknüpft werden (z.B. Angst - Objekt, Trieb
- Jagen, Bestätigung - Leckerlies etc.) Aufmerksamkeit bleibt
bei einer realen oder gedanklichen Konfrontation daran heften.
Das Tier wird in diesem Moment vollkommen davon eingenommen, weil
es nun nicht mehr fähig ist, Aufmerksamkeit abzuziehen und
auf etwas anderes zu lenken. Es ist sozusagen an ein Objekt oder
eine Situation gefesselt.
Trieb
Dem Hund ist das triebliche Verhalten angebohren. Je nach Rasse
wurde während der Züchtung auf die Entwicklung eines
bestimmten Triebes mehr Wert gelegt, als auf die anderen. So ist
bei einem Jagdhund beispielsweise der Hetz-,
Jagd-, und Beutetrieb stärker entwickelt - genau so wie bei
einem Wachhund, der Wach-, Kampf-, und Schutztrieb.
Es gibt jedoch Hunderassen, deren triebliches Verhalten züchterisch
missbräuchlich stark beeinflusst wurde. So verstärkte
oder entfernte man gewisse Triebe um ein spezielles Verhalten
anzuzüchten. (Konsequenz: z.B. Kampfhunde-Diskussion etc.)
Die
einzelnen Triebe in alphabetischer Reihenfolge:
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1. Arterhaltungstrieb
2. Apportier- oder Bringtrieb
3. Begattungs- oder Geschlechtstrieb
4. Betätigungs- und Bewegungstrieb
5. Beutetrieb
6. Fluchttrieb
7. Geltungstrieb
8. Geselligkeitstrieb
9. Heimkehrtrieb
10. Hetztrieb
11. Jagdtrieb |
12. Kampftrieb
13. Meutetrieb
14. Pflegetrieb
15. Schutztrieb
16. Selbsterhaltungstrieb
17. Spürtrieb
18. Stöbertrieb
19. Unterordnungstrieb
20. Wachtrieb
21. Wehrtrieb |
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