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Der Akita gehört zu den japanischen Spitzen und wird gemäss
FCI der Kategorie 5 "Spitze
und Hunde vom Urtyp" zugeordnet, in welcher u. a. auch
die nordischen Hunde geführt werden.
In unzähligen Beschreibungen wird der Akita als mutiger und
starker Begleiter geschildert
- ausgestattet mit viel Adel und Würde. Seine Dominanz wird
ebenso hervorgehoben, wie seine Ruhe und unerschütterliche
Treue. Diese Wesenszüge treffen zwar auf den Akita zu, jedoch
repräsentieren sie nur eine Seite dieses Tieres. Erzählungen
wie, der Akita sei aufgrund seines Mutes der Gefährte der
Samurai gewesen, fördern zudem das Image und bewähren
sich offensichtlich auch als Verkaufsunterstützung. Wer möchte
nicht gerne das Sinnbild von unerschütterlicher Treue, Mut
und Stärke bei sich zu Hause wissen?
"Harte Schale, weicher Kern" - betrachtet man ihn objektiv,
offenbart sich der Akita auch dementsprechend in seinem Wesen.
So robust und widerstandsfähig er sich körperlich zeigt,
so zart ist doch seine Seele. Kaum ein anderer Hund vereint diese
zwei Extreme so klassisch wie diese Rasse - und das Handling dieser
heiklen Mischung will gelernt sein!
Der Akita ist in seinem Verhalten sehr ursprünglich. Seine
Intelligenz und sein Feingefühl übertreffen jegliche
Erwartung, so dass er sich in der Ausbildung nicht selten unterfordert
fühlt. Wer
das volle Potential dieses Hundes ausschöpfen möchte,
stösst nicht bei ihm- sondern vielmehr bei sich selbst an
Grenzen.
Fühlt sich der Akita unverstanden
oder sieht er in einer Sache keinen Sinn, kann er sehr stur und
unwillig reagieren. Seine ausgesprochene Selbständigkeit
kommt dabei stark zum tragen. So geht er, besonders in seiner
Jugendzeit, mitunter seinen eigenen Weg und lässt seinen
Besitzer durchaus mal mit offenem Munde stehen. Er agiert gerne
unabhängig, eigenmotiviert sowie ohne jegliche Unterwürfigkeit.
Im Zusammenleben mit diesem Tier zeigt sich ein stetig konsequenter
Umgang als tragendes Element, wobei die Bindung zwischen Mensch
und Hund genau so wichtig ist. Die vielbesagte Treue muss sich
ein Akitabesitzer jedoch erst verdienen. Der Akita möchte
in seinem Zuhause vollumfänglich respektiert und integriert
sein - als Individuum genau so wie als gleichwertiges Rudelmitglied.
Menschen, die ein Akita nicht mag, werden kurzerhand ignoriert
und wie Luft behandelt - nicht eines Blickes werden Sie gewürdigt.
Das kontroverse Thema der mitunter schwierigen Sozialverträglichkeit
des Akita sollte auch trotz Gegenwehr nicht totgeschwiegen werden.
Einige Akitas neigen durchaus zu Aggressionen, wobei sich die
Rüden vermehrt auffällig verhalten. Dieser
Hund eignet nur bedingt für Menschen, die gerne gesellschaftlich
verkehren. Verglichen wird die Akitahaltung mitunter mit
einem Leben im Exil, da die japanischen Rassen - wie gesagt -
nur bedingt mit Artgenossen verträglich sind.
Viele Züchter und Halter sind der Meinung, der Akita sei
ein durch und durch selbstbewusster und dominanter Hund. Im täglichen
Zusammenleben trifft dies
auch sehr wohl zu. Ob sein Gehabe gegenüber
Artgenossen eher auf Unsicherheit oder doch auf seine Dominanz
zurückzuführen ist, bleibt vorerst wohl ein Geheimnis.
Die Kommunikation mit fremden Hunderassen scheint jedoch nicht
verständlich für ihn zu sein - wobei andere Hunde die
Bedeutung der "stillen" Signale des Akita auch nicht
zu erkennen scheinen oder sich deren Ernsthaftigkeit nicht wirklich
bewusst sind. Umso wichtiger ist es, den Welpen mit unzähligen
positiven Kontakten zu prägen, damit er sich mit der fremden
Kommunikation vertraut machen kann.
Innerhalb eines Akitarudels wird im Gegensatz dazu rege kommuniziert,
so dass eine grosse Palette von Signalen zum Einsatz kommt. Die
Akitas scheinen sich untereinander sehr gut zu verstehen, was
durchaus an den Eigenheiten Ihrer Körpersprache liegen mag.
Dominanz darf freilich nie mit Aggression gleichgesetzt werden.
Dominanz gepaart mit Unsicherheit allerdings kann zu Problemen
führen. Dabei ist gleichwohl zu sagen, dass es unter den
Akitas durchaus Raudis wie auch Mauerblümchen gibt. Lange
nicht jeder Akita zeigt Probleme in seinem Sozialverhalten. Wer
sich intensiv mit ihm und sich selbst beschäftigt, wird im
Akita einen unkomplizierten und liebevollen Begleiter finden.
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